Schranken und Pflichten

Human Rights Council

Die All­ge­mei­ne Erklä­rung der Men­schen­rech­te spricht von den grund­le­gen­den Rech­ten der Men­schen. Aber sie nimmt den Men­schen selbst auch in die Pflicht:

So aner­kennt die All­ge­mei­ne Erklä­rung der Men­schen­rech­te, dass die Aus­übung der Men­schen­rech­te Schran­ken unter­liegt: Sie sto­ßen dort an ihre Gren­zen, wo die Rech­te ande­rer Men­schen bestehen, nie­mand darf die Idee der Men­schen­rech­te zum Nach­teil Drit­te miss­brau­chen. Und sie unter­lie­gen gesetz­li­chen Beschrän­kun­gen, die aller­dings nur aus bestimm­ten Grün­den ange­ord­net wer­den können:

  • die Aner­ken­nung und Ach­tung der Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten Dritter;
  • den gerech­ten, nicht dis­kri­mi­nie­ren­den Anfor­de­run­gen der Moral, was eine gewis­se kul­tur­spe­zi­fi­sche Beschrän­kung der Men­schen­rech­te ermöglicht;
  • den gerech­ten, nicht dis­kri­mi­nie­ren­den Anfor­de­run­gen der öffent­li­chen Ord­nung, ver­stan­den als die grund­le­gen­de Ord­nung des Rechtsstaats;
  • den gerech­ten, nicht dis­kri­mi­nie­ren­den Anfor­de­run­gen der all­ge­mei­nen Wohl­fahrt, ver­stan­den als die Pflicht, zur sozia­len Ent­wick­lung der Gesell­schaft bei­zu­tra­gen. Nicht recht­fer­ti­gen kann sich hier­aus aller­dings die immer wie­der auf­tau­chen­de Bestre­bung der Staa­ten, sei­nen Bür­gern vor­zu­schrei­ben, was alles er zu sei­nem Bes­ten anzu­stre­ben hat.

Artikel 29

(1) Jeder hat Pflich­ten gegen­über der Gemein­schaft, in der allein die freie und vol­le Ent­fal­tung sei­ner Per­sön­lich­keit mög­lich ist.

(2) Jeder ist bei der Aus­übung sei­ner Rech­te und Frei­hei­ten nur den Beschrän­kun­gen unter­wor­fen, die das Gesetz aus­schließ­lich zu dem Zweck vor­sieht, die Aner­ken­nung und Ach­tung der Rech­te und Frei­hei­ten ande­rer zu sichern und den gerech­ten Anfor­de­run­gen der Moral, der öffent­li­chen Ord­nung und des all­ge­mei­nen Woh­les in einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft zu genügen.

(3) Die­se Rech­te und Frei­hei­ten dür­fen in kei­nem Fall im Wider­spruch zu den Zie­len und Grund­sät­zen der Ver­ein­ten Natio­nen aus­ge­übt werden.

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