Die UN-Menschenrechtscharta

Gedankenfreiheit, Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit

domfensterDie All­ge­meine Erk­lärung der Men­schen­rechte ver­bürgt in ihrem Artikel 18 die Gedanken-, Gewis­sens- und Reli­gions­frei­heit.

Mit der Gewis­sens- und Gedanken­frei­heit wird jed­er­mann garantiert, dass er seine Gedanken und sein Gewis­sen bilden darf, ohne hier­bei staatlichem Zwang aus­ge­set­zt zu sein. Artikel 18 ver­bi­etet nicht die Prä­gung des Gewis­sens durch Erziehung und Sozial­i­sa­tion. Aber er ver­bi­etet Zwang und unbe­wusst wirk­ende Ein­flussnah­men und Manip­u­la­tio­nen.

Artikel 18 ver­bürgt die Reli­gions­frei­heit sowohl im pri­vat­en wie im öffentlichen Raum. Die Reli­gions­frei­heit umfasst sowohl die Bil­dung der eige­nen religiösen oder weltan­schaulichen Überzeu­gun­gen wie auch ihren Wech­sel und ihre pri­vate oder öffentliche Kundgabe ein­schließlich der Weit­er­gabe, der Lehre und des Rit­us.

Dieses so in Artikel 18 der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte umschriebene Men­schen­recht wird später wieder in Artikel 18 des UN-Zivil­pak­tes aufgenom­men, näher aus­ge­formt und verbindlich definiert. Und auch die UN-Kinder­recht­skon­ven­tion greift dieses The­ma nochmals auf und schützt die religiöse Kinder­erziehung.

 

Artikel 18

Jed­er hat das Recht auf Gedanken-, Gewis­sens- und Reli­gions­frei­heit; dieses Recht schließt die Frei­heit ein, seine Reli­gion oder seine Weltan­schau­ung zu wech­seln, sowie die Frei­heit, seine Reli­gion oder seine Weltan­schau­ung allein oder in Gemein­schaft mit anderen, öffentlich oder pri­vat durch Lehre, Ausübung, Gottes­di­enst und Kulthand­lun­gen zu beken­nen.