Die UN-Menschenrechtscharta

Folter

FolterArtikel 5 der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte ver­bi­etet die Folter sowie jed­wede Form ein­er grausamen, unmen­schlichen oder erniedri­gen­den Behand­lung oder Strafe.

Folter wird all­ge­mein ver­standen als eine ver­schärfte Form grausamer Behand­lung oder Bestra­fung, die beab­sichtigt, Men­schen zu demüti­gen und zu zer­stören.

Die Folter dient regelmäßig der Erpres­sung von Infor­ma­tio­nen und Geständ­nis­sen, der Schutz des Artikel 5 geht jedoch über diesen Zweck hin­aus: Ver­boten ist jed­wede Form ein­er grausamen, unmen­schlichen oder erniedri­gen­den Behand­lung. Dies umfasst auch Akte sex­ueller Gewalt sowie Maß­nah­men der psy­chis­chen Folter — ein­schließlich Schein­hin­rich­tun­gen oder Water­board­ing.

Vom Ver­bot grausamer und unmen­schlich­er Strafen ist — wie auch vom Recht auf Leben in Artikel 3 — nicht die Todesstrafe umfasst. Wohl aber ver­bi­etet Artikel 5 die Anwen­dung beson­ders grausamer Hin­rich­tungsmeth­o­d­en.

Der Grund­satz des Artikels 5 der Men­schen­rechte ist in der Fol­gezeit in der UN-Antifolterkon­ven­tion näher gefasst und für die Ver­tragsstaat­en verbindlich geregelt wor­den.

 

Artikel 5

Nie­mand darf der Folter oder grausamer, unmen­schlich­er oder erniedri­gen­der Behand­lung oder Strafe unter­wor­fen wer­den.