Die UN-Menschenrechtscharta

Angemessener Lebensstandard

FamilienfernsehenIn seinem Artikel 25 postuliert die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte den Anspruch eines jeden Menschen auf ein soziales Existenzminimum und auf ein System der sozialen Sicherheit.

Jeder Mensch hat hiernach einen Anspruch

  • auf die Gewährleistung eines angemessenen Lebensstandards für sich selbst und seine Familie, der ihm
    • Gesundheit und Wohlbefinden einschließlich
    • Nahrung,
    • Kleidung,
    • menschenwürdiger Wohnung,
    • ärztlicher Betreuung und
    • der notwendigen Leistungen der sozialen Fürsorge

    gewährleistet;

  • auf eine Sozialversicherung als soziale Absicherung gegen
    • Alter,
    • Arbeitslosigkeit,
    • Krankheit,
    • Invalidität (Erwerbsunfähigkeit),
    • Verwitwung und
    • unverschuldeten Verlust seiner Unterhaltsmittel.

Der UN-Sozialpakt nimmt das Recht auf soziale Absicherung in Artikel 9 und das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard in Artikel 11 wieder auf und trifft hierzu detailiertere – und für die Vertragsstaaten verbindliche – Regelungen.

Darüber hinaus – quasi im Vorgriff auf die 1989 verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention – verpflichtet Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Staaten zu Schutz und Hilfe für Mutter und Kind, und zwar gleichermaßen für eheliche und uneheliche Kinder. Diese besondere Hilfe und Unterstützung wird in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte jedoch nicht weiter beschrieben, Art. 25 Abs. 2 beschreibt insoweit nur einen Programmsatz, der alle Staaten zu besonderer Fürsorge für Mütter und ihre Kinder verpflichtet.

 

Artikel 25

(1) Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

(2) Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.